Die Schulchronik

Die Chronik der Grundschule Saarmund

1689 wird Jacob Dillinger als Schulmeister in Saarmund genannt. Schulmeister oder Schulhalter waren damals Handwerker, vorwiegend Schneider oder auch ausgediente Soldaten. Neben ihrer Arbeit unterrichteten sie die Dorfkinder recht und schlecht. Die Schüler mussten vorwiegend die Bibeltexte, den Katechismus oder Biographien ihrer Guts- oder Landesherren auswendig lernen, ohne oft den Sinn zu begreifen. Die Vermittlung von Lesen, Schreiben oder den Grundrechenarten war damals entweder gar nicht oder nur höchst primitiv möglich. Im Sommer halfen die älteren Schüler in der Landwirtschaft, so dass erst im Winter 100-120 Kinder den Unterricht beiwohnten. Den Saarmunder Einwohner wurde aufgegeben, selber zur Reparatur des Schulhauses einen Beitrag zu leisten. Das hiesige Schulhaus befand sich in solch schlechtem Zustand, wobei zu befürchten war, dass es augenblicklich zusammen fallen würde. Die Giebelseite war in einigen Monaten um einen Fuß gesunken. Türen gingen nicht mehr auf und zu. Der Fußboden war so beschaffen, dass Ratten, Kröten, Maulwürfe allenthalben ihn vom Eingang ungehindert finden konnten. Würmer durchzogen das Regal. Auf das neue Schulgebäude sollten die Saarmunder noch lange warten. Nachdem ein Großbrand 1840 29 Häuser der Hauptstraße, die Kirche und auch die Schule einäscherte, musste 1841 endgültig der Schulneubau realisiert werden.

1840 - ein klassig Schule

1876 - zwei klassige Schule

1888 - drei klassige Schule

1863 - 33 Unterrichtsstunden

- jeweils mit einer Religionsstunde täglich

- Montags eine 7.Stunde

1883 - Turnunterricht nur für Jungen an Reck und Barren auf dem

Schulhof

Bis 1945 erfolgte der Unterricht in drei Klassenräumen für die 1. bis 8. Klasse

Das Kollegium bestand aus 4 Kollegen, die in 3 Unterrichtsräumen Abteilungsunterricht in folgenden Klassenstufen erteilten.

Klasse 1 und 3

Klasse 2 und 4

Klasse 5 und 6

Klasse 7 und 8

Ab 1953 begann die Auflösung der örtlichen Heimatschulen in den umliegenden Dörfern Nudow, Philippsthal, Fahlhorst, Tremsdorf und Aufnahme der Schüler Klasse 1-4 in die Schule Saarmund.

Auch eine Scheune wurde zu einem Unterrichtsraum für die 7. Klasse umgebaut.

Bereits am 1. Mai 1982 konnte die neue Schule, mit moderner Ausrüstung, einem gemütlichen, geräumigen Hortraum sowie wohnlichem Essenraum von Schülern und Lehrern genutzt werden.

 

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